PräsentIERUNG
„Seit 25 Jahren führt mich meine Suche mit der Lochkamera zu den unerschöpflichen Ursprüngen der Fotografie. Die Lochkameras machen die Dauer eines flüchtigen Augenblicks sichtbar und geben sie wieder, sie durchqueren die stumme Welt: Wind, Rauch, fallender Schnee, Nieselregen. Bei den Reisen im Heißluftballon, insbesondere über der Loire, habe ich den Blick auf den großen Strom meiner Jugendzeit wiedergefunden und auf eine ganz andere Weise erfasst: die Donau. Meine Begeisterung für die Anerkennung der Landschaftsdarstellung – ein Fachgebiet, das heute etwas in Vergessenheit geraten ist – wurde so durch ein wissenschaftliches und gleichzeitig ästhetisches Instrument erhöht“. Hanns Zischler
1947 in Nürnberg geboren. Lebt seit 1968 in Berlin.
Hanns Zischler ist hauptsächlich als Schauspieler bekannt. Unter anderem drehte er unter der Leitung von Wim Wenders, Peter Handke, Jean-Luc Godard, Claude Chabrol, Liliana Cavani, Istvan Szabo, Steven Spielberg sowie in vielen anderen Fernsehproduktionen.
Neben seinen Rollen in Film und Fernsehen nimmt er Radio-Hörspiele und Audio-Bücher auf, übernimmt regelmäßig literarische Lesungen und nimmt an Kolloquien und Konferenzen teil.
Weiterhin ist er Übersetzer (unter anderem von Jacques Derrida), Verleger (Alpheus Verlag), Essayist und Schriftsteller.
Hanns Zischler ist Mitglied in mehreren Akademien (Berlin, München und Mainz) und seit 2010 Fellow des Wissenschaftskollegs von Berlin.
1970 begann er seine fotografischen Arbeiten, und seit über zwanzig Jahren verwendet er vorzugsweise eine Camera Obscura (Rigby Pinhole Camera).