Als Ort eines stets erneuerten Dialogs zwischen Natur und Kultur ist der Garten ein Virtuose der Verwandlung. Mal Sinnbild der Ordnung der Welt, geschaffen allein zur Freude des Auges, mal Buch des Wissens mit zahlreichen Kapiteln, ist der Garten ein lebendiger Mythos, der jene, die ihn besuchen, in eine Vielzahl von Empfindungen taucht: intellektuelle, olfaktorische, visuelle und taktile, aber auch geschmackliche und klangliche. Der Garten ist ein Reich für die Sinne, ein Ort, der Geist und Körper anspricht und ihnen Gelegenheiten zu Genuss und Entfaltung bietet. Als abgeschlossener Raum, in dem der Mensch sich bemüht, die Natur nach seinen eigenen Maßstäben zu bändigen und zu erhöhen, ist der Garten von der Kindheit bis ins reife Alter Zuflucht, Zeitvertreib und Notwendigkeit. Der Mensch kommt hierher, um sich zu erinnern und sich zu nähren, zu lernen und zu arbeiten, zu spielen und zu träumen, aber auch, um sich den Gesetzen zu stellen, die unser Universum bestimmen. Im Garten gibt es keine Illusion: Das Schicksal des Einzelnen hängt von der Entwicklung des Ganzen ab.
GÄSTE
- Cynthia Fleury, Philosophin und Psychoanalytikerin
- Antoine Fenoglio, Designer
- Alix Cosquer, Forscherin im Bereich Umweltpsychologie
- Coline Serreau, Regisseurin und Drehbuchautorin
- Stéphane Guiran, Künstler